Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihr Auto so pflegen, dass es nicht nur lange fährt, sondern auch nach 200.000 Kilometern noch geschmeidig läuft, kaum rostet und der Motor zufrieden schnurrt. Unrealistisch? Vielleicht für ein Auto. Aber bezogen auf unseren unseren Körper, unsere Gesundheit ist genau das die Idee hinter Longevity.
Longevity – zu Deutsch „Langlebigkeit“ – ist derzeit in aller Munde. Von Silicon-Valley-Unternehmern, die Millionen in Anti-Aging-Forschung investieren, bis hin zu Fitnessstudios, die „Longevity-Programme“ anbieten. Doch was steckt wirklich dahinter? Nur der nächste künstlich aufgeblasene Hype? Oder gibt es mehr zu entdecken?
Die kurze Antwort: Es ist ein bisschen von beidem. Nicht alles, was gehypt wird, ist auch gut. Doch es ist eben auch nicht alles schlecht. Da mir in meiner Arbeit auch die Prävention, also die Vorbeugung von Erkrankungen, wichtig ist, habe ich mir das Thema Longevity einmal genauer angesehen. Kurz gesagt: Es geht nicht primär darum, 100 Jahre alt zu werden. Es geht darum, möglichst lange möglichst gesund zu bleiben. Und das ist in meinen Augen ein durchaus erstrebenswertes Ziel.
Healthspan vs. Lifespan – Der entscheidende Unterschied
Wenn wir über Longevity sprechen, müssen wir zwei Begriffe unterscheiden:
Die moderne Medizin hat unsere Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren drastisch erhöht. In den letzten Jahren scheint dieser Prozess ins Stocken gekommen zu sein, dennoch werden wir heute älter als die Menschen vor 100 Jahren. Aber die entscheidende Frage lautet: Wie verbringen wir diese zusätzlichen Jahre?
Viele Menschen erleben heute die letzten 10, 15 oder sogar 20 Jahre ihres Lebens mit chronischen Erkrankungen: Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Arthrose, dauerhafter Medikamenteneinnahme. Das entspricht einer langen Lebensspanne – aber keiner langen Gesundheitsspanne.
Longevity zielt darauf ab, die Healthspan, die Gesundheitsspanne, zu verlängern. Nicht nur älter werden, sondern länger vital, beweglich, geistig klar und energiegeladen bleiben. Möglichst bis zum Schluss. Das nennt man auch „Compression of Morbidity“ – die Kompression von Krankheit: Gesund leben, bis es zu Ende geht. Kurz und schmerzlos.
Die Hallmarks of Aging – Was lässt uns altern?
Aber warum altern wir überhaupt? Und kann man diesen Prozess beeinflussen?
2013 veröffentlichte eine Gruppe von Wissenschaftlern um Carlos López-Otín eine bahnbrechende Übersichtsarbeit, in der sie neun biologische Kennzeichen des Alterns (die sogenannten „Hallmarks of Aging“) beschrieben. 2023 wurde diese Liste auf zwölf Merkmale erweitert. Diese Hallmarks erklären, was auf zellulärer und molekularer Ebene passiert, wenn wir altern.
Hier sind sie im Überblick:
Klingt komplex? Ist es auch. Aber die gute Nachricht:
Viele dieser Prozesse sind beeinflussbar.
Nicht durch exorbitant teure Wundermittel oder futuristische Therapien, sondern in erster Linie durch das, was wir täglich tun: wie wir essen, schlafen, uns bewegen, mit Stress umgehen – und wie wir unseren Körper pflegen. Klingt gar nicht so neu, oder?
Was können wir tun? Ansatzpunkte für gesünderes Altern
Longevity ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es geht nicht darum, ab morgen perfekt zu leben – sondern darum, schrittweise Gewohnheiten zu etablieren, die den Körper langfristig unterstützen.
Ernährung – Nahrung als Medizin
Bewegung – Aktiv bleiben, beweglich bleiben
Schlaf – Die unterschätzte Regenerationsquelle
Stressmanagement – Den Dauerstress durchbrechen
Darmgesundheit – Zentrale Schaltstelle für Immunsystem und Stoffwechsel
Professionelle Begleitung: Schwachstellen früh erkennen
Viele Alterungsprozesse laufen lange im Verborgenen ab – bevor Symptome spürbar werden. Eine gezielte Labordiagnostik kann individuelle Risiken sichtbar machen:
Relevante Bereiche können sein:
Hinweis: Dies ist keine Anleitung zur Diagnostik auf eigene Faust (es sei denn, Sie wissen nicht, wohin mit Ihrem Geld). Nicht alle diese Werte müssen bei jedem Menschen untersucht werden. Vielleicht sind auch andere wichtig, die hier nicht aufgeführt sind. Welche Laborparameter sinnvoll sind, hängt von individuellen Beschwerden, Risikofaktoren und Vorgeschichte ab. Eine gute Diagnostik ist gezielt, nicht pauschal.
Longevity ist keine Modeerscheinung – es ist Prävention
Ich begegne dem Longevity-Hype mit einer gewissen Vorsicht. Nicht alles, was unter diesem Label verkauft wird, ist sinnvoll.
Aber die Grundidee – nämlich frühzeitig und präventiv in die eigene Gesundheit zu investieren – ist wichtiger denn je.
Denn viele der Erkrankungen, die uns im Alter einschränken, beginnen schon Jahrzehnte vorher. Stille Entzündungen, Insulinresistenz, Mikronährstoffmängel, Darmprobleme – all das entwickelt sich schleichend. Oft unbemerkt.
Die gute Nachricht: Wir können gegensteuern. Nicht mit Perfektion, sondern mit Beständigkeit. Nicht mit teuren Wundermitteln, sondern mit dem, was unser Körper wirklich braucht: gute Nahrung (nur wo nötig gezielt unterstützt durch Nahrungsergänzung), Bewegung, Schlaf, Stressabbau – und manchmal ein genauer Blick ins Labor, um zu sehen, wo es hakt.
Wie geht es weiter?
Wenn Sie mehr über Ihre individuellen Gesundheitsrisiken erfahren möchten – ob Entzündungswerte, Mikronährstoffstatus, Darmgesundheit oder Hormonhaushalt – biete ich Ihnen gern ein kostenfreies, 15-minütiges telefonisches Erstgespräch an.
Ihren Termin finden Sie mit einem Klick auf den Button.
Ihre Heilpraktikerin in Bingen-Dromersheim,
Maria Lepši-Fugmann
Heckengasse 17 · 55411 Bingen-Dromersheim
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