Kreidezeichnung eines Darms umgeben von gesunden Lebensmitteln

Der Darm - ein "Big Player" des Immunsystems

Ursachen einer Infektanfälligkeit – Teil 3

Im zweiten Teil stand die „Ernährung“ des Immunsystems im Fokus, also all die Bausteine, die für die verschiedenen Funktionen der Immunzellen, Schleimhäute und weiterer Abwehrmechanismen wichtig sind. Diese Bausteine werden größtenteils als Makro- und Mikronährstoffe über unsere Nahrung aufgenommen. Dabei spielt der Darm eine wichtige Rolle, denn grundlegend findet hier die Resorption, also die Aufnahme dieser Nährstoffe statt. Ist diese Aufnahme gestört, beispielsweise durch Entzündungsprozesse, können Mangelerscheinungen die Folge sein, die sich wiederum auf die Abwehrleistung unseres Immunsystems auswirken. Auch eine unzureichende Aufspaltung der Nahrung, etwa durch eine Fehlfunktion von Magen oder Bauchspeicheldrüse, kann eine Ursache für eine solche Malabsorption sein. Die Darmschleimhaut ist nämlich in der Lage nur kleinste Bestandteile wie Fettsäuren, Aminosäuren, Einfachzucker etc. aufnehmen. Liegt nun eine Störung im oberen Verdauungstrakt vor, kann es vorkommen, dass ein Gutteil der Nährstoffe noch zu „groß“ ist, um den feinen Filter der Darmzellen zu passieren. In beiden Fällen werden die Nährstoffe ausgeschieden und gehen dem Körper – und damit auch dem Immunsystem – verloren.

ViEl Mehr als nur Verdauung

Der Darm ist ein Organ, bei dem man wohl nicht zuerst an Infektabwehr, sondern an die Verdauung denkt. Dennoch sind Darm und Immunsystem zwei untrennbare Partner, denn er ist eine wichtige Schaltstelle für nicht nur aktive, sondern auch ausgeglichene Abwehrfunktionen.

Im ersten Teil der Reihe haben Sie erfahren, dass die weißen Blutkörperchen, die Leukozyten, Abwehrzellen mit teils ganz unterschiedlichen Funktionen sind.

Wussten Sie, dass mit etwa 70-80% der größte Teil dieser Immunzellen im Darm sitzt?

Das klingt erst einmal ganz erstaunlich. Hält man sich aber vor Augen, dass der Darm mit seinen ca. 200-400 Quadratmetern Schleimhaut eine gigantische Kontaktfläche zur Außenwelt darstellt, erscheint diese hohe Konzentration von Abwehrzellen sehr einleuchtend. In der Fachsprache spricht man vom „darmassoziierten Immunsystem“ und es ist ein wichtiger Bestandteil der sogenannten Darmbarriere.

Neben der zellulären Abwehrtruppe gehört zu dieser Barriere auch die Schleimhaut selbst. Wie schon erwähnt, ist die „Abdichtung nach außen“ von großer Bedeutung. So sitzen die Schleimhautzellen eng beieinander und sind durch feste Zellverbindungen miteinander verknüpft. Schließlich soll nichts hinter die Darmwand gelangen, was dort nicht hingehört. Auch der Schleim selbst spielt eine wichtige Rolle. Nicht nur stellt der Schleim selbst eine mechanische Barriere dar, er enthält auch keimtötende Stoffe. Zudem ernährt er bestimmte Darmbakterien, die ihrerseits für eine intakte Schleimhaut sorgen.

Die Darmflora ist der dritte Bestandteil der Darmbarriere. Die Billionen von Bakterien und anderen Mikroorganismen sind unsere ständigen Mitbewohner. Was erst einmal unangenehm klingen mag, ist für uns überlebensnotwendig, auch in Bezug auf das Immunsystem. Durch ihre Ausbreitung, d. h. ihre schiere Masse bilden sie eine weitere mechanische Barriere gegen Krankheitserreger. Ihre Funktionen, die noch lange nicht in Gänze erforscht sind, gehen jedoch weit darüber hinaus. Eine Reihe dieser Bakterien bilden Stoffwechselprodukte, die die Gesundheit der Darmschleimhaut unterstützen und solche, die das Immunsystem regulieren. Einige dieser Bakterien sind sogar regelrechte „Trainer“ des Abwehrsystems.

Die Schleimhäute - Networking im Körper

Nun fragen Sie sich vielleicht: was hat das alles mit meinen verstopften Nasennebenhöhlen oder meinen dauernden Blasenentzündungen zu tun? Dies klärt sich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass alle Schleimhäute unseres Körpers immunologisch miteinander in Verbindung stehen. Die Wissenschaft spricht hier vom sogenannten „schleimhautassoziierten lymphatischen Gewebe“ oder kurz MALT (von engl. mucosa-associated lymphatic tissue). Eine wichtige Funktion des MALT ist die Bildung spezieller Antikörper, die auf den Schleimhäuten sitzen und dort als eine erste Abwehr gegen Erreger fungieren. Diese Bildung erfolgt in erster Linie in der Darmschleimhaut. Aus dem Darm werden die Antikörper über Zellen des Immunsystems zu den anderen Schleimhäuten transportiert, z. B. in die Schleimhäute der Atemwege, des Mundes, der Augen, der Blase, der Vagina und Gebärmutter. So erklärt sich, dass z. B. häufige Entzündungen der Nasennebenhöhlen durchaus mit dem Darm in Verbindung stehen können. 

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